AfD gewinnt in Neckarbischofsheim bei Zweitstimmen. Moritz Oppelt (CDU) trotz Direktmandant nicht im Parlament. | Aktuelle Nachrichten und Informationen

AfD gewinnt in Neckarbischofsheim bei Zweitstimmen. Moritz Oppelt (CDU) trotz Direktmandant nicht im Parlament.

Es ist keine Überraschung, dass die AfD bei der gestrigen Bundestagswahl auch in Neckarbischofsheim zulegte, überraschend ist jedoch die Höhe der Zuwächse: Im Stadtgebiet kommt die Partei nun auf 28,18 Prozent, fast acht Prozentpunkte mehr als im Bundesschnitt. Platz zwei geht mit 27,80 Prozent an die CDU, SPD (15,01 %) und Grüne (8,59 %) folgen mit großem Abstand und damit abgeschlagen dahinter.

CDU-Spitzenkandidat Moritz Oppelt siegte in Neckarbischofsheim bei den Erststimmen mit 32,65 % vor dem AfD-Kandidaten Köhler und gewann auch das Direktmandat im Wahlbezirk klar. Dennoch darf der Neckargemünder nicht wieder in den Bundestag einziehen. Grund dafür ist die Änderung des Wahlrechts, welche die Zahl der Zweitstimmen stark gewichtet. Somit verliert unser Wahlbezirk eine starke Stimme in Berlin, was (völlig unabhängig davon, welche Partei man favorisiert) alles andere als gut ist. Moritz Oppelt hatte sich immer intensiv um unser Städtchen bemüht, er hinterlässt also eine Lücke.

Besonders stark ist der Zulauf für die AfD in unseren beiden Stadtteilen Helmhof und Untergimpern: In Helmhof kamen die Blauen bei den Zweitstimmen auf 40,17 Prozent, in Untergimpern sogar auf 44,44 Prozent. Beide Werte beziehen sich auf die Wählerinnen und Wähler, die ihren Stimmzettel gestern in die Urne warfen. Briefwahlen werden für die Ortsteile nicht gesondert ausgewertet.

Erfreulich insgesamt: Mit 85,02 Prozent war die Wahlbeteiligung extrem hoch. Schön, dass so viele Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und damit ein aussagekräftiges Resultat erreicht haben.